Die Linse: verführerische Kraftnahrung

Die Linse ist ein wahrer Methusalem unter den Hülsenfrüchten. In Ägypten und Kleinasien wurde sie bereits vor 10.000 Jahren kultiviert und auch die Römer kannten sie als Grundnahrungsmittel. Selbst das Alte Testament räumt den kleinen Kraftpakten einen prominenten Platz ein. In der Genesis heißt es: „Jakob gab Esau Brot und ein Linsengericht und er begann zu essen und zu trinken“. Esau ließ sich von einem Linsengericht verführen und verlor so sein Erstgeburtsrecht an den intriganten Jakob.

Vegetarische Eiweiß‐Quelle

Ob als Tellerlinse, Berglinse oder Puy‐Linse, ob in Rot, Braun oder Ockergelb: Die runden Kügelchen mit dem nussigen Geschmack sind äußerst gesund. Sie haben einen hohen Eiweißgehalt (25-30%) und sind überdies leichter verdaulich als Erbsen oder Bohnen. Durch eine Kombination mit Getreideprodukten lässt sich die biologische Wertigkeit ihrer Proteine noch mehr steigern. In Indien, einem Land mit einem hohen Vegetarier‐Anteil, weiß man das schon lange: Dal, ein würziger Brei aus roten oder gelben Linsen, ist dort vom täglichen Speiseplan nicht wegzudenken.

Gute Konzentration und stabiles Nervenkostüm

Linsen sind reich an Vitaminen, vor allem an B‐Vitaminen und Folsäure, und enthalten die Mineralstoffe Natrium, Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen und Phosphor. Vor allem geistig arbeitende Menschen sollten sich öfter ein Linsengericht gönnen, denn Linsen stärken die Konzentration und halten das Nervenkostüm stabil. Bemerkenswert ist auch ihr überdurchschnittlich hoher Gehalt an Zink, welches eine zentrale Rolle im Stoffwechsel spielt.